Projektwoche 2014 – Themengruppe „Feuerwehr“

Teilnehmer: Nicklas (6a), Tami (6a), Vehbi (8a), René (8b), Tobias (8b), Pawel (9a), Tom (9a), Steven (9a),  Herr Siegfried (Leitung)

Auch in diesem Jahr stand bei der Planung der Projektwoche der Schülerwunsch im Vordergrund – und dieser lautete unter anderem nach einem Projekt zum Thema „Feuerwehr“. Bei diesem Thema stellte sich Herr Siegfried, der in seinem Wohnort Braunschweig in der Freiwilligen Feuerwehr aktiv ist, natürlich als fachkundiger Projektbetreuer sofort zur Verfügung. Zu Beginn der Projektwoche tauschte sich unsere Gruppe zunächst aus, was sie in der Woche über die Aufgaben und Tätigkeiten der Feuerwehr erfahren wollte, denn am gleichen Tag sollte sich eine tolle Möglichkeit finden, darauf Antworten zu finden: Der Leiter der Ortsfeuerwehr Fallersleben, Ortsbrandmeister Stephan Boger, empfing uns zu einer Führung im Feuerwehrhaus Fallersleben und stellte sich allen unseren Fragen:

Wie viel kostet die Ausbildung bei der Feuerwehr?
Was macht man in der Feuerwehr?
Wie viel Geld verdient man bei der Feuerwehr?
Wann ist immer der Alarm?
Nimmt man auch behinderte Menschen bei der Feuerwehr?
Bevor man den Beruf des Feuerwehrmannes erlernen möchte, sollte man eine abgeschlossene Berufsausbildung haben. Ist das noch aktuell?
Was für spezielle Fahrzeuge gibt es?
Welchen Abschluss braucht man, um Feuerwehrmann zu werden?
Bis zum welchem Lebensjahr kann man bei der Feuerwehr arbeiten?
Wie viele Feuerwehrstandorte hat Wolfsburg?
Gelten Feuerwehrmänner als Beamte?
Was gehört zur Standardausrüstung des Feuerwehrmannes?

Während der Führung durch das Feuerwehrhaus erlebten wir den Feuerwehralltag live – der Meldeempfänger („Pieper“) des Ortsbrandmeister schrillte und wenige Minuten später rückte die Ortsfeuerwehr zu einem Alarm aus – Gottseidank nur ein Fehlalarm und so kamen die Einsatzkräfte kurz danach wieder und die Führung konnte weiter gehen. Anschaulich führte uns Stephan Boger durch alle Winkel und an alle Fahrzeuge im Feuerwehrhaus und zum krönenden Abschluss in den Korb der Drehleiter, eine Erlebnis, das uns alle begeisterte!

Am 2. Tag ging es dann daran, das gewonnene Wissen aufzubereiten und zu vertiefen. Wir haben Plakate zu unseren Fragen und Antworten sowie den Aufgaben der Feuerwehr entworfen und uns dann mit dem Alltag in der Berufsfeuerwehr am Beispiel der Feuerwache Hamburg-Barmbek beschäftigt: Wie sieht die Arbeit im Rettungsdienst aus, rettet die Feuerwehr tatsächlich Katzen aus Bäumen und kochen die Berufsfeuerwehrleute tatsächlich in ihrer eigenen Küche?

Tag 3. führte uns dann in die Physik eines Brandes ein und wir lernten die größte Gefahr eines Brandes kennen – den Brandrauch! Wenige Atemzüge können bereits tödlich sein, daher beschäftigten wir uns damit, wie man sich in so einem Notfall richtig verhält und warum Rauchmelder wahre Lebensretter sind. Die Ausdehnung des gefährlichen Brandrauchs simulierten wir mit Hilfe des „Rauchhauses“, eines Modellhauses, in dem ein Wohnungsbrand simuliert werden kann. Hat man noch die Möglichkeit, einen Entstehungsbrand mit einem Feuerlöscher zu löschen, so ist es entscheidend, sich mit dessen Bedienung auszukennen, denn im Ernstfall zählt jede Sekunde! Daher erhielten wir eine Einweisung, wo sich in der Schule die Feuerlöscher befinden und wie diese zu bedienen sind. Bei einem Schulrundgang fanden wir auch Antworten auf die Fragen, warum es unterschiedliche Löschmittel gibt (Schaum, Pulver, Kohlenstoffdioxid (CO2) und warum es in Schulküchen spezielle Fettbrandlöscher und Löschdecken gibt. Darüber hinaus studierten wir die Fluchtwegepläne und erfuhren, wo sich Brandschutztüren befinden und warum diese niemals festgestellt oder festgekeilt werden dürfen.
Am letzten Tag widmeten wir uns der persönlichen Schutzausrüstung eines Feuerwehrangehörigen: Was gehört alles zur Grundausstattung, wie fühlt sich die spezielle Schutzkleidung aus Aramidfasern an und wie schützt sie vor Hitze, Kälte und sonstigen Gefahren? Wir beschäftigten uns mit dem Schutz vor Atemgiften mit Pressluftatmern oder Filtergeräten und rechneten auch ganz praktisch aus, was die Einkleidung eines einzelnen Feuerwehrangehörigen kostet und waren erstaunt, dass dabei eine Summe von über 1.000,- EUR erreicht wird.

Am Ende der Woche fanden wir es schade, dass wir nicht noch ein paar weitere Tage für das Thema Feuerwehr zur Verfügung hatten. In den vier Tagen haben wir viel über die Feuerwehr gelernt, hatten beim Besuch der Feuerwehr Fallersleben ein tolles Erlebnis und haben gelernt, wie wir
uns im Brandfall richtig verhalten.